Der Name kommt nicht vom Dorf Lam, auch wenn das gerne erzählt wird. Dahinter stecken die Laubners: Zimmermann Wolf Laubner baute hier schon 1675. Aus „Laubner“ wurde im Mundart-Lauf der Zeit „Lamer“ – u weg, bn zu m, fertig der Hausname.
Das heutige Gebäude steht seit 1871 bis 1874. Davor verkaufte Hüttenarbeiter Josef Stern das alte Berghäusl ans Bergamt. Das riss ab und nutzte den Platz als Lager – Stern baute daneben neu, Bruder Georg bekam Wohnrecht dazu. Typischer Waldler-Deal.
1887 beginnt die Weikl-Zeit auf dem Anwesen: Theres Stern und Franz Weikl übernehmen. Seitdem ist es beim Lamer – und Weikl. Der erste Weikl kam übrigens 1695 aus Innenried bei Zwiesel; weil hier so viele Weikls leben, braucht jedes Haus seinen Beinamen.
Und Gäste? Schon früher: Am Haus hing das Schild „Zimmer“. Bis 1966 galten hier noch Holz-, Streu- und Weiderechte aus dem Jahr 1522 – Josef Weikl löste sie für gut 22.000 Mark ab. Ende einer Epoche, Anfang von Gästen, die ankommen dürfen.
Frei nach den Hausurkunden, nachgezeichnet von Prof. Dr. Reinhard Haller (2014).